Rudi

Musikalisches Erbe – Die Mutter Chorleiterin, der Vater 2. Bass des Friesacher Quintetts – was soll da schon rauskommen? Ein Sänger natürlich! Bei Christine Kabas und Rudolf Maier (der Schåttner Rudl) sind da wohl die besten Voraussetzungen gegeben. Naja, selbstverständlich ist das ja nicht, denn manchmal überspringt das musikalische Talent eine Generation, meine Tante kann ein Lied davon singen, also eigentlich nicht…

Der kleine Rudi bekommt also schon früh den Gesang im Elternhaus mit, da beide Eltern mit zwei Freundinnen in einem gemeinsamen Quartett aktiv sind. Der Klavierunterricht im Hauptschulalter endet nach 3 Jahren erfolgloser Bemühungen der Mutter: Du bist musikalisch, also musst du ein Instrument lernen – Nein wieso?

Ich singe doch und hab mein Instrument immer mit! Somit bleibt es beim Singen, und nach dem Chor der Hauptschule 1 Althofen unter Doris Kosel singe ich sofort im Volksliedchor Althofen mit, natürlich als Bass. Den Chor leitet meine Mutter, damit ist auch die Aufsicht bei der Nachprobe gegeben.

Nach einem einstimmigen Jahr beim Bundesheer in Spittal an der Drau komme ich zum Studium nach Wien – im Kärntner Keller probt ein Kärntner Chor – da muss ich hin! Der Kärntner Keller ist aber leider zum wiederholten Mal in Konkurs, offenbar ein Kärntner Schicksal… Im Jänner 1994 ruft mich mein Schulkollege Christoph Maier, mittlerweile Chorleiter des Männerchors der Kärntner in Wien, an, und lädt mich zur Chorprobe im Männerchor ein (damals Sängerrunde des Kärntner Verein Edelweiß für Wien und Niederösterreich). Begeistert sage ich zu und beginne beim damaligen Chorleiter Erich Klansek im 1. Bass. Kurze Zeit später finde ich auch den Chor, der zuvor im Kärntner Keller geprobt hat, nämlich den Gemischten Chor der Kärntner Landsmannschaft (KLM), und beginne auch dort zu singen. Damit ist natürlich das Engagement in Althofen beendet – drei Chöre verträgt kein Studium. Zusammengefasst: Seit 1994 singe ich beim nunmehrigen Männerchor der Kärntner in Wien und bin seit 1998 Obmann des Vereins. Bei der KLM war ich von 1994 bis 2000.

Nebenbei hab ich Bernhard Sturm immer wieder mal als Substitut bei der Kärntner Singgemeinschaft in Wien ausgeholfen und dabei viele Freundschaften geschlossen. Und manche davon sind stärker, wie auch jene zu Thomas und Uschi, die jahrelang nach Wien gependelt sind, um in der KSGW zu singen. Durch sie habe ich auch Quarinthia als Zuhörer kennengelernt und bin dafür aus Wien nach Graz angereist. Daher freut es mich ganz besonders, dass ich seit Mai 2016 nun bei Quarinthia als Bass singe.