Unsere Entstehungsgeschichte

Die Geschichte des Quartetts reicht ein wenig weiter zurück, als es den Namen „Quarinthia“ gibt. Bereits im Jahre 2004 wurde der Singkreis der Kärntner in Graz anlässlich einer Weihnachtsfeier gebeten, mit einer Kleingruppe für die musikalische Umrahmung zu sorgen. Die Sänger, die dieses erste Quartett bildeten, waren Uschi Repnik im Sopran, Dr. Inge Springer-Schlegel im Alt, Dr. Ulrich Ehrenreich im Tenor und Gerd Pobaschnig im Bass. Ein Jahr später fand Sabrina Maier den Weg zum Singkreis. Nachdem der ursprüngliche Alt beruflich zurück nach Kärnten ging, übernahm Sabrina im Quartett den Alt. Nachdem auch der Tenor nach Beendigung seines Medizinstudiums beruflich wieder nach Kärnten wechselte, ersetzte der im Jahre 2004 zum Singkreis gekommene Berno Mogel die vakante Stelle im Quartett. In weiterer Folge kam das Quartett unter der Bezeichnung „Quartett des Singkreises der Kärntner in Graz“ regelmäßig bei Auftritten des Singkreises zum Einsatz. Seit dem Jahre 2008 war das Quartett gemeinsam mit einem Quartett des Chores der Kärntner in Graz als Doppelquartett fixer Programmbestandteil des Festes der Stimmen im Grazer Stefaniensaal. Parallel dazu und untrennbar mit Quarinthia verbunden wurde das „Grazett“ gegründet – ein Terzett bestehend aus Uschi Repnik im Sopran, Sabrina Maier als Mezzosopran und Christina Kleinfercher im Alt. Ebenso wurde auch das Grazett für einige Jahre Bestandteil des Festes der Stimmen.

In den Jahren 2008 und 2009 wurde das Quartett des Singkreises der Kärntner in Graz jeweils zum Sängerfest des MGV Meiselding eingeladen. Nachdem das Quartett 2008 festgestellt hatte, dass der Name definitiv zu lang war, beschloss man, sich einen prägnanten Namen zu geben, mit dem alle – die drei Kärntner und der Steirer Berno – glücklich waren. Für das Fest der Stimmen 2008 gab sich das Terzett den Namen „Grazett“ – Graz + Terzett. Als dann ebenfalls im Jahre 2008 das Quartett seine erste CD mit Advent- und Weihnachtsliedern in der evangelischen Heilandskirche in Fürstenfeld aufzeichnete, wurde der Wunsch nach einem eigenen Namen noch größer, hatte doch auch das Terzett sich bereits getauft. Kurz bevor das Quartett im Jahre 2009 erneut zum Sängerfest nach Meiselding reiste, gab es sich den Namen „Quarinthia“ und gab den ersten Auftritt unter dem heutigen Namen.

Als im Jahre 2010 Gerd Pobaschnig Graz aus beruflichen Gründen verlassen hatte, begann für Quarinthia ein Abschnitt, in dem immer wieder personelle Veränderungen vorgenommen wurden. Als erstes durfte Berno endlich die Stimme singen, für die er geboren wurde – den Bass! Der Tenor wurde abwechselnd von Martin Niggler und Andreas Ott gesungen. Als dann im Sommersemester 2011 auch Sabrina Maier ihr Studium beendete und nach Klagenfurt wechselte, kam Thomas Sedminek aus beruflichen Gründen von Wien zurück nach Graz. Durch die Bekanntschaft mit Andreas Ott wurde der Kontakt zum Singkreis hergestellt, und so kam der Tenor im Mai 2011 zum Singkreis. Da unser Bass leider verhindert war, kam es anlässlich einer Hochzeit am Mondsee Anfang September, zu der eigentlich Quarinthia singen sollte, dann zur Umwandlung des Frauenterzetts Grazett in ein gemischtes Terzett, in welchem Thomas den Alt übernahm. Ein wenig später, Mitte Oktober, gab es wahrscheinlich eine Premiere, als das Grazett im Stefaniensaal in Roland Streiners „Åbe schaun“ das Terzett in gemischter Besetzung gesungen hat.

Als Sabrina dann nach dem Fest der Stimmen vorerst endgültig Quarinthia verlassen hatte, wurde der Alt zuerst von Gabriele Oliva, mit dem Thomas gemeinsam bei der Kärntner Singgemeinschaft in Wien gesungen hatte, besetzt. In dieser Besetzung hatte Quarinthia allerdings nur zwei Auftritte. Im Rahmen des Adventkonzerts des Singkreises in der Fürstenfelder Stadtpfarrkirche und im Sommer 2012 im Congress Center Wörthersee in Pörtschach. Bis Weihnachten 2012 kam es zu keinen weitere Proben in dieser Besetzung. Als Uschi und Thomas nach dem Auftritt in Pörtschach darauf angesprochen wurden, beim Kammersänger Helmut Wildhaber den Kurs für Chorsolisten zu besuchen, kam es im Sommer 2012 und auch 2013 zu einer Teilnahme. Ab Herbst 2012 wurde bis Sommer 2013 regelmäßig Unterricht bei Kammersänger Helmut Wildhaber genommen. Im Zuge dessen wurde auch der Wunsch nach einer regelmäßigen Probe im Quartett wieder größer. So kam es dazu, dass Gabi Gunzer, die selbst beim Chor der Kärntner in Graz singt, die Stelle des Alt übernahm. In weiterer Folge verbrachte das Quartett einmal monatlich einen Nachmittag bei Helmut Wildhaber, um sowohl Einzelstimmbildung zu nehmen als auch dann im Quartett am Repertoire zu feilen. Im Rahmen des Abschlusskonzertes für Chorsolisten 2013 hatte nicht nur jeder von uns ein Sololied, sonder es kam auch zu einem Auftritt von Quarinthia im Rathaussaal von St. Veit.

Im Rahmen eines Adventkonzertes des Singkreises der Kärntner in Graz, welches am 7. Dezember 2013 im Rathaussaal in Ferlach stattfand, wirkte Quarinthia, mit wie auch am darauffolgenden Sonntag, als man die zweisprachige Messe in der St. Zeno Kirche in Kappel an der Drau mitgestaltete und neben einem slowenischen Marienlied -Marija pomagaj – auch ein Hirtenlied auf Slowenisch darbot. Da an diesem Wochenende leider Alt und Bass aufgrund familiärer Termine nicht zur Verfügung standen, war Flexibilität von Nöten. Da ist es dann ganz praktisch, dass man auch in einem großen Chor singt! Gemeinsam mit Gerlinde Pröbstl und Klaus Lessiak nahm man sich dann zwei Wochenenden – einmal in Brückl und einmal in Mauerbach, um ein weihnachtliches Programm zusammenzustellen. Und da kann man recht deutlich spüren, wie schön es sein kann, „nur“ zu viert zu singen!

Nach diesem Auftritt wurde es zunächst wieder ruhig. Erst im August 2014 wurde man über Archivaufnahmen des Quartetts auf YouTube auf uns aufmerksam. Es bahnte sich für Quarinthia ein für unsere Verhältnisse großes Projekt an. Dies führte dazu, dass wir Anfang September 2014 in Graz in einer „neuen“ Besetzung, die der Originalbesetzung sehr nahe kommt, ein paar Aufnahmen machten, die Teil eines Filmprojektes werden sollen. Das war auch der Anlass dafür, dass Sabrina Maier wieder den Alt singt. Was es mit dem Film auf sich hat, wird aber an einer anderen Stelle und zu einem späteren Zeitpunkt erzählt.