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Sängerfest der Sängerrunde St. Georgen am Längsee am 25. Juli

Am vergangenen Samstag war Quarinthia Gast beim Sängerfest der Sängerrunde St. Georgen am Längsee. Als Quarinthia im April nach einem Gespräch mit der Chorleiterin der Sängerrunde, Frau Magrit Ramprecht, eingeladen wurde, begann man, sich über die Liedfolge Gedanken zu machen. Da die Abgleichung der Liedvorträge erst kurz vor der Veranstaltung vor Ort erfolgen sollte, war man bemüht, möglichst Stücke zu wählen, die kein anderer Chor singen würde. Der Obmann der Sängerrunde, Herr Ernst Schusser, war im Vorfeld stets sehr bemüht, dieses Sängerfest bis ins kleinste Detail zu planen und für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Eine verwandtschaftliche Verbindung zwischen Quarinthia und der Sängerrunde bestand aber schon vorweg: Der Großvater unseres Tenors, Johann Winkler, war im Jahre 1962 einer derjenigen, die für das Wiederentstehen des Vereinslebens in St. Georgen am Längsee mitverantwortlich waren. Johann Winkler bekleidete im ersten Vereinsvorstand nach dem Zweiten Weltkrieg das Amt des Schriftführers. Die Festschrift anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Sängerrunde – 1912 bis 2012 – können Sie hier abrufen.

Bevor sich Quarinthia am Samstag auf den Weg zum Längsee machte, stattete es dem Komponisten Walter Kraxner in Klagenfurt einen Besuch ab. Anlass dafür war ein Lied, welches der Kärntner Liedschöpfer dem Ehepaar Uschi & Thomas im Sommer 2014 gewidmet hat und das noch auf seine Uraufführung wartet. In diesem Rahmen wurde es jedenfalls das erste Mal vorgetragen. Die richtige Premiere wird voraussichtlich am 25. September im Rahmen eines großen Benefizkonzertes in Wien über die Bühne gehen. Um 17.00 Uhr wurde in St. Peter bei Taggenbrunn die Unterkunft bezogen und die Stimmen ein wenig aufgewärmt. Dann folgte ein Phototermin. Um 18.30 Uhr gab es mit dem Moderator des Abends, Stiftspfarrer und Rektor des Stifts St. Georgen am Längsee DDr. Christian Stromberger, eine koordinierende Absprache betreffend der Lieder der Gastgruppen. Wir hatten Glück, denn keines unserer geplanten Lieder wurde von einer anderen Gruppe angemeldet, und so konnten wir uns auf den vorbereiteten Ablauf einstellen. Wir hatten dann etwas Zeit, da wir als vorletzte vorgesehen waren. Vor uns war die Singgemeinschaft Wieting mit ihrem Vortrag dran, und wir hatten uns inzwischen aufgestellt und warteten voller Vorfreude – und auch ein bisschen aufgeregt – auf unseren Auftritt. Das Wetter hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine großen Sorgen bereitet, doch große dunkle Wolken waren in der Zwischenzeit aufgezogen, und der Wind wurde zunehmend stärker. Als dieser dann das Zeltdach kurz anhob und das Wasser, dass vom Regen zur Mittagszeit übrig war, auf die im Freien nahe des Zeltes sitzenden Gäste verteilte, musste Stiftspfarrer Stromberger, der mit äußerst viel Humor durch das Programm geführt hat, die Gäste unter Hinweis darauf, dass sich der anwesende Feuerwehrkommandant bestens mit Wasser auskenne, beruhigen.

Nun waren wir an der Reihe! Wir starteten mit der Dreiländerschnasn, und wenn wir auch nur je eine Strophe sangen, war doch „Tam kjer teče bistra Zila“ das einzige slowenische Lied an diesem Abend. Es folgten „Schau wie de Wölklan wåndern“ von Georg Waldner und „Hiaz hån i a Diandle“ von Gretl Komposch. Unser viertes Lied benötigte im Vorfeld mehr Vorbereitung als die Stücke davor, und es wurde von uns auch zum ersten Mal vorgetragen. „Da Doo Ron Ron“ ist beim Publikum sehr gut angekommen. Als Zugabe gab es was Steirisches – „Wånn’s stüh wird“. Als Geschenk überreichten uns Chorleiterin Magrit Ramprecht und Obmann Erst Schusser einen vorzüglichen Reindling und einen Apfelschnaps, den wir gleich nach unserem Auftritt verkostet haben. Das ist dann auch der Vorteil, wenn man ein Quartett ist, denn man braucht nur durch vier (bzw. beim Schnaps durch zwei!) zu teilen. Der Himmel hielt sich allerdings nicht an das Motto unseres Abschlussliedes, denn es wurde zunehmend stürmischer. Die letzte Gruppe „Da-8Gsong“ nutzte die verbleibenden Minuten. Als ihr letzter Ton verklungen war setzte heftiger Regen ein und die Besucher stürmten ins Zelt. Nun waren wir froh, dass wir schon an unserem Tisch Platz genommen hatten. Unmittelbare Tischnachbarn waren die Sänger des MGV Weißkirchen in der Steiermark. Gemeinsam stimmten wir die ersten Lieder im Zelt an. Als wir schließlich unseren Heimweg antraten, hatten wir glücklicherweise eine Mitfahrgelegenheit, denn der Regen wollte nicht aufhören.

Vielen Dank an die Sängerrunde St. Georgen am Längsee für die Einladung! Wir wurden herzlichst empfangen und haben uns in Eurem Kreis sehr wohl gefühlt. Es war ein toll organisiertes Sängerfest, bei dem alles geklappt hat – sogar das Wetter. Die Bewirtung war hervorragend, der Grillmeister hat schwer überzeugt und die Moderation sucht ihresgleichen. Darüber hinaus sind wir gleich zu zwei Sängerfesten im Jahr 2016 eingeladen worden – in jeder Beziehung also eine fantastische Veranstaltung!

Weitere Bilder der Veranstaltung finden Sie hier: http://www.fenstergucker.com/?state=01-0&id=12855

Und hier noch einige der Aufnahmen, die wir gemacht haben: