Jahresrückblick 2015

Ja, das Jahr 2015 war für Quarinthia in vielerlei Hinsicht eine aufregende Zeit. Um das Bild abzurunden, sollte man den Beobachtungszeitraum ein wenig ausdehnen, und zwar bis Herbstbeginn 2014, denn da wurde der Grundstein dafür gelegt, dass wir auf ein so bewegtes Jahr zurückblicken dürfen. Der letzte Beitrag in diesem Jahr soll einen Überblick über unsere Auftritte geben, ein paar statistische Eckdaten präsentieren sowie einen Ausblick auf das bevorstehende Jahr bieten.

ValossnNur diejenigen, die unsere Seite schon intensiver durchsucht haben, wissen, wie es dazu gekommen ist, dass wir in dieser Besetzung zusammengefunden haben. Auslösendes Ereignis war eine Anfrage im Zusammenhang mit einem Filmprojekt, die uns über YouTube und Facebook erreicht hat. Eine Aufnahme von Quarinthia aus 2008 – damals eigentlich noch unter dem Namen „Quartett des Singkreises der Kärntner in Graz“ – wurde von Filmproduzenten gefunden und sollte als Hintergrundmusik für eine bestimmte Szene dienen. Eine diesbezügliche Anfrage erreichte uns im August 2014, und gleich war der Entschluss gefasst, eine neue Aufnahme herzustellen und Sabrina Maier, die inzwischen in Klagenfurt lebt, wieder als Alt zu „engagieren“. Aus dieser eigentlich einmaligen Geschichte wurde wider Erwarten viel mehr, als sich die meisten von uns gedacht hätten. Michael Kuglitsch ist übrigens derjenige, der den Kontakt zu uns aufgenommen hat, und der Film, der hier erwähnt wird, heißt „Valossn“ und wird wohl im kommenden Jahr seine Premiere feiern. Wir sind schon seit langer Zeit sehr gespannt und freuen uns darauf!

20150315_154512-1Gleich im Anschluss ergab sich die Gelegenheit, Mitte November 2014 bei einem Herbstkonzert im Dom im Berg mitzuwirken. Die Einladung durch den Organisator, die akademische Sängerschaft Gothia zu Graz, erreichte uns im besten Zeitpunkt und war mit ausschlaggebend dafür, dass ab nun ein regelmäßiger Probenbetrieb stattfinden sollte. Ein paar Anlaufschwierigkeiten betreffend Regelmäßigkeit des Probenbetriebs bekamen wir im Anschluss an das Herbstkonzert zu spüren, und es dauerte bis Anfang 2015, um das endgültig in den Griff zu bekommen. Dieses Mal war es die Einladung von Sissy Repnik, ihre Vernissage musikalisch zu umrahmen, die wieder ein paar Proben notwendig machte. Von nun an klappte es auch mit dem regelmäßigen Proben, und wir versuchten ab nun, aktiv Gelegenheiten für Auftritte zu finden.

PlakatDiese Taktik war dann insofern erfolgreich, als sie zu einer Einladung zum Sängerfest der Sängerrunde St. Georgen am Längsee am 25. Juli 2015 führte. Für diesen Anlass haben wir uns einige neue Lieder erarbeitet wie etwa „Da Doo Ron Ron“. Spätestens da sollte klar sein, dass der Kärntner Viergesang unser größtes Vorbild ist! Um unser Programm auch ordentlich zu präsentieren, haben wir uns dazu entschlossen, eines unserer normalerweise zweitägigen Probenwochenenden auf drei Tage auszudehnen. Ein glücklicher Zufall hat dann dazu geführt, dass wir dieses Probenwochenende auf der Alm gemacht haben – genauer gesagt auf der Oberen Pussorhütte beim Hålter Ernest Maier. Er war dann von uns so begeistert, dass er den Kontakt zum Chorleiter des MGV Mooskirchen, bei dem Ernesto seit Jahrzehnten singt, hergestellt hat. Gottfried Gschier hat uns dann schließlich zum Adventkonzert seines MGV Mooskirchen eingeladen. Näheres dazu folgt später.

plakat-benefizkonzertNur kurze Zeit darauf wurden wir nach Wien eingeladen. Doris Tosic organisierte ein Benefizkonzert für die Evangelische Diakonie Wien und suchte noch eine gemischte Kleingruppe dafür. Das passte dann wirklich perfekt für uns. Am 25. September 2015 fand dieses Konzert in der Auferstehungskirche im 7. Wiener Bezirk statt. Gastgeber war der Chor der Kärntner Landsmannschaft für Wien & Niederösterreich. Das Konzert stand unter dem Ehrenschutz von Bischof Dr. Michael Bünker und wurde von Dagmar Obernosterer moderiert. Weitere Gäste waren der MGV Gamsveigerl aus Miesenbach in NÖ und Ö-streich unter der Leitung von Hans Schröpfer. Wir haben besonderes Augenmerk darauf gelegt, Lieder von Otto Bünker in unser Programm aufzunehmen. Zu diesem Anlass erarbeiteten wir uns unter anderem „Werd schon finstar im Berglan“, dessen Text von Otto Bünker stammt. Ebenso spannend war die Darbietung von „Over The Rainbow“ im Terzett. Ebenfalls zum ersten Mal sangen wir „The Longest Time“, was bei der Probenarbeit besonders viel Aufmerksamkeit bekommen hat.

Gleich am darauffolgenden Tag haben wir wieder geprobt – Adventlieder. Es war gar nicht so einfach, aus dem riesigen Haufen Noten acht Lieder herauszusuchen, die wir im Rahmen unserer Adventkonzerte singen würden. Am Ende des Tages standen die Lieder aber fest, obwohl das eine oder andere gern gesungene Lied Platz machen musste, damit das Programm am Ende den Wünschen eines jeden von uns entsprechen konnte. Unter dem Strich blieb nur eines übrig, das aus dem ständigen Repertoire stammt – der Rest wurde ganz neu erarbeitet, und teilweise mussten die Stücke auch umgesetzt werden. Spätestens an dieser Stelle sollte Mario Lerchenberger erwähnt werden, bei dem wir Einzelstimmbildung nehmen, der uns als Quartett schon über einige musikalische Hürden geholfen hat, und der auch mal so nebenbei einen von mir erstellten Satz in Ordnung bringt!

Über Langeweile konnten wir im Advent jedenfalls nicht klagen. Bereits im Juni wurden wir von Hans Schröpfer zum Adventkonzert von Ö-streich, Rohrblatt und Goldmuskateller&Lagrein eingeladen. Der genaue Termin stand zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht fest. Vereinbart wurde, ohne Gage zu singen, und dafür bekamen wir die Zusage zu einem Gegenbesuch in Graz. Dies nahmen wir dann gleich zum Anlass, das neu gegründete Vokalensemble der Kärntner in Graz unter der Leitung von Mario Lerchenberger zu einer Mitwirkung zu bewegen, was dann letztlich auch der Premierenauftritt dieser neuen Formation werden sollte. Als Termin wählten wir den 19.12. und fanden schließlich in der Franziskanerkirche den idealen Ort für dieses, unser erstes, Adventkonzert. In der Zwischenzeit wurden wir – wie bereits erwähnt – auch zum Mooskirchner Advent eingeladen. Das Konzert war mit 20.12. terminisiert. Nun erfuhren wir von Hans Schröpfer, dass der geplante Termin Anfang Dezember nicht klappte und das Konzert nun am 18.12. stattfinden würde. Nach kurzer Überlegung bestätigten wir den Termin und dachten uns, dass drei Tage hintereinander vielleicht gar nicht so schlecht wären. Um für unser Konzert in Graz noch Werbung zu machen, haben wir im Anschluss an unser Probenwochenende am 4./5. Dezember noch eine Promo-Tour in der Grazer Innenstadt unternommen. Als das Konzert in Mooskirchen dann Geschichte war, merkten wir erst die Erschöpfung der vergangenen Tage.

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So, nun ein wenig Statistik. Im Jahr 2015 haben wir insgesamt 14 mal geprobt. Bis auf wenige Ausnahmen waren es zweitägige Proben, und auf der Alm waren es drei Tage. An Probenmitschnitten wurden fast 200 Stunden erreicht, wobei fairerweise dazu gesagt werden sollte, dass da auch die seltenen Pausen, die wir uns zwischendurch gönnen, dabei sind. Vielleicht gibt es einmal ein „Best of“ an entspannten Kommentaren, blöden Ausreden und schrägen Einsätzen. Material dafür gibt es mehr als genug! 2015 hatten wir samt Herbstkonzert im November 2014 sieben Auftritte in drei Bundesländern. Im offiziellen Programm – ohne Afterglow – haben wir 47 Lieder insgesamt vorgetragen. Berücksichtigt man alle mehrfach gesungenen Lieder, waren es immer noch 29 verschiedene Stücke, die wir in diesem Jahr auftrittsreif erprobt haben. Noch in Arbeit – also bereits geprobt, aber noch ohne Feinschliff – sind sechs weitere nicht-kärntnerische Lieder. Jede Menge Noten sind gerade am Luft- oder Seeweg zu uns unterwegs. Probenmaterial ist also genügend vorhanden.

Was für das kommende Jahr jedenfalls schon geplant ist, ist ein Adventkonzert am 9. Dezember 2016 in der Franziskanerkirche – wenn wir viel Glück haben, ist Rohrblatt wieder Teil des Programms. Ebenfalls fix geplant ist ein Sommerkonzert gemeinsam mit Ö-streich und Hans Schröpfer, der uns bereits eingeladen hat. Alleine dafür werde wir einige „schräge“ Stücke erarbeiten. Im Februar steht eine Taufe bevor, und die Proben dafür beginnen bereits am 8./9. Januar 2016. Für Ende August haben wir auch schon eine Einladung nach Kärnten erhalten. Wir warten einmal ab, was sich ergibt. Auch ist im Jahr 2016 eine CD-Aufnahme geplant. Die Vorbereitungen laufen bereits. Die Termine stellen wir dann in unseren Terminkalender.

Wir wünschen unseren Familien, Freunden & Bekannten viel Gesundheit, Glück & Erfolg im neuen Jahr 2016 und freuen uns schon darauf, Euch bei unseren Auftritten wiederzusehen!

Glücksschwein

Das neue Jahr, was darf es schenken?
Ein frohes Herz, und scharfes Denken –
vorbei soll das, was schwer fiel, sein:
Kurzum, wir wünschen sehr viel Schwein!