Der Komponist Georg WALDNER

Anlass für diesen Beitrag ist die traurige Tatsache, dass ein Konzertmitschnitt vom Juni 2013 leider Opfer des digitalen Papierkorbes wurde. Nach „Durchsicht“ des Audiomaterials, welches im Rahmen von Proben entstanden ist, konnten jedoch einige halbwegs brauchbare Mitschnitte gerettet werden. Ein Lied daraus soll nun an dieser Stelle den Anfang machen. Das Lied stammt aus der musikalischen Feder von Georg WALDNER, der Text ist von Franz PODESSER„Schau, wia de Wölklan wåndern“. Da im Rahmen der Veranstaltung – eine Liedertafel zu welcher an die zehn Vokalgruppen eingeladen waren – den zahlreichen Gästen auch ein recht umfangreiches Programmheft zur Verfügung gestellt worden war, wurden auch wir im Vorfeld darum gebeten, dem Veranstalter Informationen zu den Liedschöpfern unserer Beiträge zu übermitteln. Bei diesem Lied stellte sich aber heraus, dass es gar nicht so einfach war, Eckdaten zum Komponisten aus dem Ärmel zu schütteln, da Georg WALDNER eben nicht zu den am häufigsten gesungenen Komponisten zählt. Selbst nach Anfrage beim Kärntner Volksliedwerk stellte sich heraus, dass dort zwar ein Notenheft mit Kompositionen von Georg WALDNER archiviert ist, es sich dabei aber um Stücke für Zither handelt. Informationen zur Person hatte auch das Volksliedwerk nicht. An dieser Stelle sei dem Kärntner Volksliedwerk sehr herzlich gedankt, denn es stellte den Kontakt zu Frau Brunhilde WALDNER, der Witwe des 2002 verstorbenen Komponisten, her, welche dem Volksliedwerk Daten zu seiner Person sowie einem Photo übermittelte, die so den Weg in das oben erwähnte Programmheft fanden.

Georg WALDNER, vulgo NIGGL, geboren am 9. November 1931 in St. Lorenzen im Gitschtal, gestorben 2002. Nach der Hauptschule absolviert er eine Zimmermannslehre. 1955 übernimmt er die Leitung des Männerchores St. Lorenzen (heutiger gemischter Chor St. Lorenzen). 1976 legt er die Chorleitung aus gesundheitlichen Gründen zurück. Selbst war er begeisterter Sänger im evangelischen Kirchenchor Weißbriach, für den er zahlreiche geistliche Lieder komponiert hat. Seine große Liebe galt der Zithermusik, die er auch mit vielen eigenen Werken ergänzte.

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Der Text dieses Liedes stammt vom Kärntner Heimatdichter Franz PODESSER, welcher auch in einigen anderen Kärntnerliedern verewigt ist. Sehr bekannt sind etwa „Summaåbnd“, „Pfiat Gott, liabe Ålm“, „Lei dir g’hear i’s ån (Ausn tiafastn Herzn)“ und „A Liab brennt oft haßa / So tiaf schwimmt ka Fischle“. Geboren wurde Franz PODESSER am 4. Dezember 1895 in Tangern, Gemeinde Seeboden, gestorben am 12. Januar 1969 in Spittal an der Drau. Von Beruf war Franz PODESSER Sägemeister in Trebesing. Weitere Werke: Kärntner Gedichte, 1929; Samholz und Sagspän, 1930; A Karntna Deandl und a Karntna Liad, 1935; ´s Hexnsackl, 1944 (Puppenspiel). – Gedichte und Geschichten (teilweise mit Tagebuchblättern und Liedern): Hamater´n und Muattasproch, 1937; ´s Hamatbründl, 1951; ´s Hamatgleit, 1953; Bergwassalen, 1954; Aus´n Hamatgartlen, 1958; Aus mein Schatztrüglen, 1960; Aufn Hamwög, 1962; Auf da Gassenbank, 1964.